Frankfurt
Leben in Frankfurt
Grie Soß' (Grüne Soße)
Die Grüne Soße ist eine kalte Kräutersoße. Meistens wird sie zu Fleisch oder Fisch, kaltem Braten oder Kartoffeln gereicht.
In verschiedenen Varianten ist sie auch in anderen Ländern bekannt: in Italien als “salsa verde” und in Frankreich als “sauce verte”. In Deuschland ist die Grüne Sauce besonders aus dem Raum Frankfurt und Kassel bekannt. In beiden Städten gilt die spezielle Zubereitungsvariante als regionale Spezialität.
Zutaten für 4 Personen:
300g Kräufter:
- krause Petersilie
- Schnittlauch
- Borretsch
- Kresse
- Kerbel
- Pimpinelle
- 2 gekochte Eier
- 500 g saure Sahne, Schmand oder Creme fraiche
- 1 EL Essig
- 1 EL ÖlSalz
- Pfeffer
Zubereitung:
- Die Kräuter mit den Milchprodukten im Mixer oder mit dem Zauberstab solange bearbeiten, bis eine schöne grüne Farbe entstanden ist.
- Eier und Gewürze dazu – abschmecken und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
- Die Original Frankfurter Grüne Sauce wird mit frischen Pellkartoffeln und hartgekochten Eiern gereicht, über die die Sauce gegeben wird.
- Es gehören in eine 'Original Frankfotter Grie Soß' eben diese 7 Kräuter in die Sauce, die Pimpinelle kann zur Not durch Zitronenmelisse ersetzt werden. Dill gehört nicht hinein.
- Ein Esslöffel Senf ist nach Geschmack erlaubt – (dann Essig und Öl weglassen) – ein Sakrileg hingegen sind Mayonnaise, saure Gurken, Knoblauch oder Mittelmeerkräuter.
Info:
Für die in ganz Hessen bekannte Frankfurter Grüne Sauce gibt es unterschiedliche Zubereitungsarten. Man kann unter anderem auch die hartgekochten Eigelbe auslösen, durch ein Sieb streichen, zunächst mit Essig und Öl verrühren und erst dann alle anderen Zutaten unterrühren. Verzichten darf man in keinem Fall auf die Mischung aus mindestens sieben frischen Kräutern. In Frankfurt und Umgebung werden die Kräuter in der richtigen Zusammensetzung im Frühjahr und Sommer fertig abgepackt auf Wochenmärkten und in Gemüsegeschäften als Frankfurter Grüne Soße verkauft. Vielen Familien essen am Gründonnerstag traditionell Pellkartoffeln mit Grüner Sauce. Schmecken tut sie aber auch hervorragend zu kaltem gekochten Rindfleisch oder Fisch.
Geschichte:
Die Grüne Sauce ist in Frankfurt bereits seit mehr als hundert Jahren bekannt. Eine Legende besagt, dass schon Goethe sie bei seiner Mutter Katharina, die sie auch angeblich erfunden haben soll, sehr gern gegessen hat. Ein gedrucktes Rezept erschien jedoch zum ersten Mal 1860 in dem Frankfurter Kochbuch von Wilhelmine Rührig. Der Ursprung dieser Sauce geht vermutlich auf die französische Sauce Vinaigrette zurück, die von den Frankfurtern mit ihren heimischen Küchenkräutern und später auch saurer Sahne angereichert wurde.




