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Di, 14.02.2012

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Bürgerinitiative PRO Flughafen e. V.

Schweigende Mehrheit für Frankfurt

Die Proteste gegen Fluglärm, die neue Landebahn und wachsenden Luftverkehr schädigen den Wirtschafts- und Verkehrsstandort Frankfurt und damit die gesamte Region FrankfurtRheinMain(z). So die Befürchtung der Bürgeraktion PRO Flughafen e.V. Dabei befürworte eine breite Bevölkerungsmehrheit die Drehscheibenfunktion des Airports für Passagiere und Luftfracht und die von diesem ausgehenden ökonomischen Impulse, sagt Ernst Müller, der Geschäftsführer der Vereinigung.
Die Mehrzahl der im Rhein-Main-Gebiet lebenden Bürger ist grundsätzlich für die positive und zeitgemäße Entwicklung des Airports. Das belegten, sagt Ernst Müller von der Bürgeraktion PRO Flughafen, alle Umfragen. Diese Tendenz würde sich auch bei vielerlei Veranstaltungen zeigen. Nur schweige diese Mehrheit zumeist, anstatt sich am politischen und wirtschaftlichen Diskurs zum Flughafen aktiv einzubringen, bedauert Müller. Zum Beleg verweist er auf Umfragen, die von TNS Infratest im Auftrag des Flughafenbetreibers Fraport AG bis 2006 alle zwei Jahre durchgeführt wurden. Befragt danach, ob vom Flughafen mehr Vor- oder Nachteile für die Region ausgingen, machten konstant über 80 Prozent aller Teilnehmer ihr Kreuz bei den Vorteilen. Und das, obwohl die subjektiv empfundene Fluglärmbelastung zwischen 1998 und 2006 um 30 Prozent gestiegen ist. „Den gleichen Trend erleben wir auf zentralen Veranstaltungen wie dem Hessentag oder der Rheinland-Pfalz-Ausstellung. Dort befürwortet ebenfalls eine große Mehrheit der Anwesenden den Luftverkehrsstandort Frankfurt und dessen eminent wichtige Rolle als wirtschaftlicher Motor für die gesamte Region“, sagt Müller.
Die Bürger wüssten sehr wohl, dass die Europäische Zentralbank sich niemals in Frankfurt angesiedelt hätte, gäbe es nicht den Großflughafen. Gleiches gelte für das weltweit tätige Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG, das in den brandneuen Bürokomplex über dem Flughafen-Fernbahnhof eingezogen ist. „Die Mitarbeiter in solch international präsenten Firmen müssen äußerst mobil sein, brauchen also den Airport als Sprungbrett für die Ausübung ihrer Geschäfte“, so Müller. Ein anderes Beispiel sei der Siemenskonzern, der in Nähe des Airports seine zentralen Lager für medizinische Geräte und Komponenten betreibt. „Ein von einer Klinik dringend benötigtes Ersatzteil für einen Computertomograf muss weltweit innerhalb von 48 Stunden beim Empfänger sein. Da erweisen sich Nachtflugverbote oder andere Einschränkungen des Flugbetriebs als gewaltiger Bremsklotz für die internationalen Lieferketten.“
Schon heute seien der gesamten Region FrankfurtRheinMain(z) durch die lautstarken Proteste und vor allem das strikt gehandhabte Nachtflugverbot erhebliche Imageschäden entstanden. Zumal das Thema Fluglärm und Montagsdemonstrationen in den Medien erhebliche Resonanz erfahre und somit weite Kreise ziehe – auch international. Wenige Betroffene wollen offensichtlich bestimmen, worüber viele zu leiden hätten. Wenn dann noch zahlreiche Passagiere sowie eilige Frachtsendungen aufgrund von Umlaufverzögerungen wegen der restriktiv gehandhabten Betriebszeiten nachts in Frankfurt strandeten, sei dies für den Verkehrsstandort ein schlechtes Aushängeschild. „Man darf sich dann nicht wundern, wenn international tätige Unternehmen ihre Investitionen auf andere Plätze lenken – an Frankfurt vorbei“, so Müller. Dies gelte auch für die in der CargoCity Süd tätigen Logistiker. „Bei anhaltender Nachtflugsperrung und lautstarkem Protest bauen sie ihre Aktivitäten dann lieber in Amsterdam oder Paris aus“, glaubt der Geschäftsführer der Bürgeraktion PRO Flughafen. Dass sich deren örtliche Mitarbeiter bisher nicht stärker öffentlich für den Standort engagieren, liegt nach Ansicht Müllers an der guten Beschäftigungslage. „Noch läuft wirtschaftlich doch alles prima, und niemand hat Angst um seinen Arbeitsplatz“. Doch wenn sich Verkehr erst verlagert, kommt er kaum zurück. „Wachstum findet dann eben woanders statt, aber nicht mehr bei uns“, sagt Müller unter Verweis auf die überragende Bedeutung von Mobilität.
Seine Heimatstadt selbst ist ein historisch gutes Beispiel dafür. Ohne eine begehbare Furt quer durch den Main, von den Franken zu Zeiten der Völkerwanderung ständig genutzt, wäre dort kaum eine Siedlung entstanden. Die heutige Funktion als Furt zu anderen Ufern hat längst die Luftbrücke Rhein-Main übernommen. Doch Brücken sind fragil. Belastet man sie zu sehr oder pflegt sie nicht permanent, mahnt Ernst Müller, brechen sie irgendwann ein.
Autor: Heiner Siegmund

Die Bürgeraktion PRO Flughafen e.V. beteiligt sich an der Kundgebung der Luftverkehrswirtschaft.

Termin: Donnerstag 1. März 2012

Uhrzeit: 16.00 Uhr

Ort: Römerberg Frankfurt

  • Sie haben die Gelegenheit mit uns, der schweigenden Mehrheit ein Gesicht und Stimme zu geben.
  • Mobilisieren Sie sich, Ihre Familie, Ihre Freunde, Ihre Nachbarn und Geschäftspartner zur Teilnahme.
  • Bitte setzen Sie ein positives Zeichen für die Zukunft der Region FrankfurtRheinMain(z) durch Ihre Teilnahme.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Telefon: 069-240079-65
E-Mail: info@pro-flughafen.de

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